Schulter- und Ellenbogenprobleme:
Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten
Die Schulter- und Ellenbogenbereich spielt eine entscheidende Rolle bei täglichen Aktivitäten wie dem Heben des Arms, Greifen, Tragen, Schieben und Ziehen. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Kraftverlust oder Deformitäten in diesen Bereichen können sowohl den Alltag als auch berufliche und sportliche Aktivitäten erheblich beeinträchtigen.
Professor Gemalmaz untersucht und behandelt Schulter- und Ellenbogenerkrankungen in einem breiten Spektrum – von einfachen Überlastungen bis hin zu komplexen Fällen nach früheren Operationen oder bei ausgeprägten Deformitäten.
Mit welchen Beschwerden stellen sich Patienten vor?
Schulter- und Ellenbogenprobleme beschränken sich häufig nicht auf ein einzelnes Symptom. Patienten stellen sich häufig mit folgenden Beschwerden vor:
- Schulterschmerzen beim Anheben des Arms, Greifen nach Gegenständen oder Überkopfarbeiten
- Schulterschmerzen, die nachts den Schlaf stören
- Bewegungseinschränkungen der Schulter oder das Gefühl: „Ich kann meinen Arm nicht vollständig anheben“
- Schmerzen, Steifheit oder Unfähigkeit, den Ellenbogen vollständig zu strecken oder zu beugen
- Schwellung und Druckempfindlichkeit im Ellenbogen nach Überlastung
- Deformitäten oder Achsabweichungen des Ellenbogens nach Verletzungen
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Hand und Unterarm (insbesondere durch Nervenkompression im Ellenbogenbereich)
- Kraftverlust bei alltäglichen Tätigkeiten und verminderte Griffkraft
Diese Beschwerden können einzeln oder kombiniert auftreten.
Häufige Ursachen von Schulterschmerzen und Schultererkrankungen
Das Schultergelenk ist aufgrund seines großen Bewegungsumfangs und der umgebenden Muskel- und Sehnenstrukturen ein komplexes Gelenk. Häufige Schulterprobleme sind:
- Degeneration und Risse der Rotatorenmanschette (Schultersehnen)
- Subakromiales Impingement-Syndrom (Schulterengpasssyndrom)
- Frozen Shoulder (Schultersteife mit Schmerzen und ausgeprägter Bewegungseinschränkung)
- Wiederkehrende Schulterluxationen und Labrumverletzungen
- Schulterarthrose
- Chronische Schmerzen und Bewegungseinschränkungen infolge von Verschleiß oder früheren Verletzungen
Jede dieser Erkrankungen erfordert eine individuelle Diagnostik und Behandlung; daher werden klinische Untersuchung und Bildgebung gemeinsam beurteilt.
Häufige Ursachen von Ellenbogenschmerzen und Ellenbogenerkrankungen
Das Ellenbogengelenk ist aufgrund der Gelenkflächen sowie der umgebenden Nerven- und Sehnenstrukturen besonders empfindlich. Zu den häufigen Ellenbogenproblemen gehören:
- Tennisellenbogen und Golferellenbogen (laterale und mediale Epicondylitis) sowie ähnliche Überlastungserkrankungen
- Ellenbogenarthrose oder Knorpelschäden
- Gelenksteife und Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen
- Achsdeformitäten des Ellenbogens und Unterarms nach früheren Verletzungen (Cubitus varus & valgus, „Gunstock-Deformität“)
- Nervenengpasssyndrome im Ellenbogenbereich (Kubitaltunnelsyndrom und Pronator-Syndrom)
- Einklemmungs- oder Blockierungsgefühle durch intraartikuläre Verwachsungen oder freie Gelenkkörper
Insbesondere Deformitäten und Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen gehören zu den besonderen Interessenschwerpunkten von Prof. Dr. Halil Can Gemalmaz im Bereich der 3D-Deformitätenchirurgie.
Wie läuft der Diagnoseprozess ab?
Die Diagnostik von Schulter- und Ellenbogenerkrankungen erfolgt durch die Kombination aus klinischer Untersuchung und geeigneten bildgebenden Verfahren:
Ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung
- Beginn der Beschwerden, Verlauf sowie frühere Verletzungen oder Überlastungen
- Bewegungsumfang, Muskelkraft und Druckschmerzpunkte an Schulter und Ellenboge
Bildgebende Verfahren
- Röntgenaufnahmen bei Bedarf
- MRT (Magnetresonanztomographie) zur Beurteilung von Weichteilen und Sehnen
- Ultraschall in ausgewählten Fällen
- Bei Deformitäten oder komplexen Fällen CT-Untersuchungen und 3D-Planung, wenn erforderlic
Zusätzliche Untersuchungen
- Bei Verdacht auf Nervenkompression können Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen (EMG) durchgeführt werden
Da jede Erkrankung eine unterschiedliche Beurteilung und Behandlungsstrategie erfordert, werden Untersuchung und Bildgebung gemeinsam ausgewertet.
Nichtoperative Behandlungsmöglichkeiten bei Schulter- und Ellenbogenerkrankungen
Nicht jedes Schulter- oder Ellenbogenproblem erfordert eine Operation. In vielen Fällen werden zunächst konservative Behandlungsmethoden in Betracht gezogen:
- Anpassung der täglichen Aktivitäten und Reduzierung der Belastung
- Medikamente (geeignete Schmerzmittel und entzündungshemmende Präparate)
- Physiotherapie und Rehabilitationsprogramme
- Kräftigungs- und Dehnübungen
- Injektionstherapien für Gelenke und Sehnenstrukturen bei entsprechender Indikation
- Nachtschienen oder unterstützende Orthesen bei ausgewählten Patienten
In vielen Fällen können die Beschwerden durch diese Maßnahmen deutlich reduziert werden. In einigen Situationen müssen jedoch auch operative Optionen geprüft werden.
Wann ist eine Operation bei Schulter- und Ellenbogenerkrankungen notwendig?
Die Entscheidung für eine Operation wird individuell für jeden Patienten getroffen. Im Allgemeinen bei:
- Lang anhaltenden Schmerzen, die sich konservativ nicht ausreichend kontrollieren lassen
- Deutlichen Sehnenrissen oder intraartikulären strukturellen Problemen im MRT oder anderen Bildgebungen
- Bewegungseinschränkungen, die den Alltag erheblich beeinträchtigen
- Wiederkehrenden Schulterluxationen
- Ausgeprägten Deformitäten und Bewegungseinschränkungen des Ellenbogens nach Verletzungen
- Fortgeschrittener Arthrose mit schwerem Gelenkschaden
In solchen Fällen werden operative Behandlungsmöglichkeiten ausführlich mit dem Patienten besprochen.
Operative Behandlungsmöglichkeiten bei Schulter- und Ellenbogenerkrankungen
Die Wahl des operativen Verfahrens richtet sich nach der Art des Problems und dem Zustand des Gelenks. Häufig angewandte Verfahren sind:
Schulterarthroskopie
Minimalinvasives arthroskopisches Verfahren von Sehnenrissen, Impingement-Syndrom und bestimmten Labrumverletzungen.
Schulterprothese
Wiederherstellung des Gelenks mit einer Prothese bei fortgeschrittener Schulterarthrose oder schweren Gelenkschäden.
Ellenbogenarthroskopie
Minimalinvasives arthroskopisches Verfahren bestimmter Knorpelschäden, freier Gelenkkörper oder Bewegungseinschränkungen.
3D-Deformitätenchirurgie für Ellenbogen und Unterarm
Patientenspezifische Korrekturoperationen mittels 3D-CAD/CAM-Planung bei Deformitäten nach Frakturen.
Operation beim Tennisellenbogen
Offene oder minimalinvasive Verfahren bei therapieresistenten Fällen, die nicht auf konservative Behandlung ansprechen.
Detaillierte Informationen zu diesen Verfahren finden sich auf den entsprechenden Behandlungsseiten und werden während der Untersuchung individuell erläutert.
Professor Gemalmaz’ Ansatz bei Schulter- und Ellenbogenproblemen
Professor Gemalmaz legt bei Schulter- und Ellenbogenerkrankungen großen Wert darauf, die Beschwerden, den Alltag und die Erwartungen des Patienten genau zu verstehen. Der Diagnoseprozess wird durch klinische Untersuchung, Bildgebung und bei Bedarf durch 3D-Planung unterstützt.
Bei der Behandlungsplanung:
- Zunächst werden konservative Behandlungsmöglichkeiten und deren potenzielle Vorteile bewertet
- Falls eine Operation erforderlich ist, werden Operationsarten, Heilungsverlauf und mögliche Risiken ausführlich erklärt
Ziel ist es nicht, bei jedem Patienten dasselbe Verfahren anzuwenden, sondern die individuell am besten geeignete, wissenschaftlich fundierte Behandlung festzulegen.
Diese Seite dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken zu Schulter- und Ellenbogenerkrankungen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine individuelle Diagnose oder Behandlungsempfehlung.
